Zur Malerei von Caroline Baum

Auch wenn sich Caroline Baum einer weitestgehend abstrakten Malweise verpflichtet und den Betrachter damit von jeglicher Interpretation befreit,

so lassen sich in vielen ihrer Werke durchaus vage Landschaften oder angedeutete Gestalten erkennen: dezente Horizontlinien, heranstürmende Wolkenformationen, Wassereinbrüche sowie Architekturen und Körperahnungen.

Ihre vom kühlklaren Licht des Himmelblau, vom blitzenden Gelb bis zu warmer Koralle und gesättigtem Rot reichende Farbpalette kündet vom Süden.

Dabei treibt das verschwenderisch eingesetzte Weiß die blauen, türkisenen und grünen Farbnuancen zum Leuchten. Solche harte Kontraste nehmen auch die Formen selbst auf, wenn sie als dynamische Ballung in beruhigte Flächen drängen oder als Wirbelstruktur den Bildrahmen zu sprengen suchen.

 

Doris Hensch, Kunsthistorikerin

 

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